Hallo allerseits und ein herzliches Willkommen
Wir, die Künstlergemeinschaft Licht & Form – namentlich Andreas Bollwitz und Jürgen Gnass – arbeiten seit 2009 mit Techniken der Licht-Kunst-Aufführungs-Fotografie, kurz LAPP (engl.: Light Art Performance Photography). “Durch Langzeitbelichtung wird mittels diverser Licht-Tools und einer Choreografie folgend der Faktor Zeit in einem Bild eingefroren“. (zitiert ex: www.lapp-pro.de, Jan Wöllert & Jörg Miezda).
Unser Bestreben ist es, den Ort mit der Performanz/Choreografie in stimmungsvollen Einklang zu bringen, eine neue Stimmung zu erzeugen oder das Objekt bzw. den Ort in einer zuvor nicht vorhandenen Sicht darzustellen.
Besonders reizvoll ist dabei das Spannungsfeld zwischen der Vorstellung des Künstlers und der tatsächlichen technischen Machbarkeit einer ausgedachten Performanz.
Das Spiel mit den verschiedenen Variablen, wie z.B. den Umgebungsbedingen (Wetter, Streulichter, Wolken, Gelände etc.), dem Licht durch Mond, Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang, den verschiedenen Lichtstärken der verwendeten Tools, dem Gelingen der Performanz und dem Einfluss des Zufalls, machen das Fotografieren in der LAPP so faszinierend.
Außerdem hat man nachts meistens die Orte ganz für sich allein
Dabei möchten wir betonen, dass wir nach dem Prinzip arbeiten, dass all das, was auf dem vollendeten Foto zu sehen ist, auch so vor der Kamera zwischen dem Öffnen und Schließen der Blende stattgefunden hat. Es wird nichts nachträglich am Computer eingefügt oder verschiedene Ebenen überlagert.
Wir arbeiten bei unseren Licht-Choreografien mit verschiedenen Licht-Tools, Pyrotechnik und Feuer. Darüber hinaus sind für die Durchführung noch diverse (technische) Hilfsmittel und selbst entwickelte Werkzeuge notwendig. Zusammen mit der ebenso notwendigen All-Wetter-tauglichen Outdoor-Ausrüstung erreichen wir mit ca. 25 kg Last auf den Schultern meist schwitzend den Ort unserer fotografischen Begierde.
Solche Fotografien zu kreieren ist jedes Mal ein Abenteuer. Die Stimmung des Ortes am Tage, der Sonnenuntergang, die veränderte und geschärfte Wahrnehmung bei Nacht. Die Ruhe. Der kreative Prozess beginnt in der Schädeldecke zu kribbeln. Hochkonzentrierte mehrphasige Aktionen in teilweise unwegsamem Gelände. Die Zeit verfliegt. Eine andere Welt tut sich auf. Und plötzlich ist schon wieder Sonnenaufgang.